Trauern

Auf dem Weg der Schamheilung durchlaufen wir – wie bei allen Krisen – verschiedene Phasen. Trauer und Schmerz sind hierbei wichtige Stationen. Schamheilung hat auch mit Abschiednehmen zu tun. Es bedeutet, Vertrautes zu verlieren. Denn was vertraut war, muss uns nicht unbedingt gut getan haben. Immer, wenn wir uns weiterbewegen, lassen wir auch Dinge oder Menschen hinter uns zurück. Menschen, die uns etwas bedeuten. Träume, die wir hatten. Hoffnungen, unerfüllte Sehnsüchte. Indem wir trauern, erkennen wir den Verlust an. Zu trauern bedeutet, bereits einige Schritte auf dem Weg der Heilung gegangen zu sein. Es bedeutet, dass wir den Schock, die Angst, Leugnung, Wut und den Rückzug weitgehend überwunden haben. (Weitgehend deshalb, weil wir auch in bereits Durchlebtes zurückfallen können). Trauer ist ein Beginn Trauer ist der Beginn oder besser gesagt die Vorbereitung auf neue Aktivitäten. Die Tränen sorgen dafür, die lang aufrechterhaltene Schockstarre im Körper aufzuweichen. Auszuspülen. Das Gift darf [...]