In den letzten Tagen hat sich etwas in mir verändert. Ein Video über Feng Shui hatte den Anstoß gegeben und den Lotus für mich in den Mittelpunkt gerückt.

Denn es ist natürlich kein Zufall, dass ich die Lotusblüte als Logo gewählt habe. Doch was hat es mit dem Lotus auf sich? Und was hat er mit Schamheilung zu tun?

Zum ersten Mal begegnete mir die Pflanze, als in einer Fernsehsendung über den Lotuseffekt berichtet wurde. Wissenschaftler hatten versucht, eine Eigenschaft des Lotus nachzubilden, der bewirkt, dass jegliche Flüssigkeit und jeder Schmutz von ihm abperlen.

Ihre Entdeckungen waren überraschend. Denn sie fanden das Gegenteil von dem bestätigt, was sie vermuten hatten: dass die Oberfläche der Pflanze besonders glatt sein müsse. Genau das Gegenteil ist der Fall!

Die Forscher konnten unter dem Mikroskop feststellen, dass die Oberfläche des Lotus so uneben und “stachelig” ist, dass Wassertropfen zu groß für diese winzigen Zwischenräume sind und sich nicht am Blatt ansaugen können. Deshalb perlt alles ab.

Zum anderen habe ich kürzlich einen faszinierenden Bericht gefunden, dass der Lotus bei einer Frequenz von 80 Hertz (offenbar durch Wind) in Mikro-Schwingung gerät und Flüssigkeit regelrecht abschüttelt. Das war natürlich Wasser auf meine Mühlen – wo ich doch seit Jahren Shaking Medicine betreibe.

Gleichermaßen simpel wie genial. Besser konnte es gar nicht werden.

Der Lotus – die ideale Metapher

Für mich ist der Lotus die Metapher für Schamgesundheit. Wollen wir uns von toxischer Scham befreien, ist es nötig, einen Zustand zu erreichen, in dem wir Kritik abperlen lassen und als “nicht zu uns gehörend” erkennen. Doch das erfordert eine feste Hülle. Einen unsichtbaren Schutzring.

Dieser Schutzring ist das Gefühl unserer Würde und Wertigkeit. Der Lotus wächst ursprünglich im Schlamm am Grund eines Teiches, nur um sich dann seinen Weg an die Wasseroberfläche zu bahnen und zu seiner vollen Schönheit zu erblühen. Er wächst der Sonne entgegen.

Es dürfte uns nicht schwer fallen, unseren eigenen Schlamm zu identifizieren. Toxische Kindheitserfahrungen, ein ungesundes Umfeld, ein zerreibender Job.

Allen Widrigkeiten zum Trotz

Und noch etwas fasziniert mich am Lotus: in den Schlamm ausgetrockneter Teiche eingebettet, können seine Samen auch nach mehr als tausend Jahren noch keimen.

Wenn das keine Botschaft ist!

Du kannst selbst eine endlos scheinende Trockenheit überstehen. Habe Geduld – der Regen wird kommen. Und dann entfalte deinen Kern. Mach dich groß. Erhebe dich aus dem Ungemach. Lass das Alte hinter dir.

In Asien wird der Lotus zutiefst verehrt. Er gilt als Symbol der Reinheit, der Unschuld, der Kostbarkeit und der Vollkommenheit.

Kostbar. Ich mag dieses Wort. Und lasse es mir einfach mal auf der Zunge zergehen.

Wir dürfen kostbar sein

Der Lotus erinnert uns daran, dass wir einmalig sind. Unbezahlbar. Unersetzlich.

Jeder einzelne von uns ist ein Wunder. Jeder. Einzelne.

Jeder.

Das haben wir in unser heutigen Zeit, wo Menschen zu Arbeitskräften, “Human Resources”, Soldaten, Konsumenten etc. degradiert werden, weitgehend vergessen. Die Dynamik der Beschämung und des Machterhalts ist daran alles andere als unschuldig.

Entdecke deine Unschuld wieder

Gerade erinnere ich mich an die Geburtsanzeige meines Sohnes. Sie trägt den Spruch, an den ich bis heute glaube: “Kinder kommen immer wissend in die Welt.”

Heute würde ich das “wissend” noch durch “vollkommen” ergänzen.

Wir tragen einen inneren Bauplan in uns. Wir sind kein unbeschriebenes Blatt. Wir haben einen innewohnenden Sinn. Ein Wissen. Wir bringen Dinge mit. Eigenschaften. Fähigkeiten. Und vor allem unsere unantastbare Würde.

Leider wird diese Würde sehr wohl angetastet. Unantastbar heißt für mich nicht, dass es unmöglich wäre, sie anzutasten. Sondern dass es falsch ist, sie anzutasten. Unantastbarkeit ist unser gesunder Zustand. Vielleicht ist auch nur ein Teil von uns unantastbar. Manche würden es vielleicht Seele nennen. Oder unseren Kern.

Unser Körper ist zerbrechlich, ja. In dieser Welt gibt es genug Gelegeneheiten, sich eine blutige Nase zu holen. Und doch …

Mein innerer Lotus ist aufgegangen

Prozesse haben immer eine Innen- und eine Außenwirkung. Diese ganze Feng Shui-Sache hat mir nämlich einen entscheidenden Impuls gegeben: meinen Lotus (und damit auch mein Logo und meine Arbeit) zu energetisieren. Also habe ich den Lotus bewusst im Reiki aufgerufen, visualisiert und an mehreren Stellen in meinem System platziert.

Und das Verblüffende ist: es wirkt.

Die Folge ist nämlich (und das wird mir erst beim Schreiben richtig klar), dass ich gerade einen weiteren Aspekt in mir integriere. Schon länger war mir bewusst, dass Scham auf allen Ebenen geheilt werden muss, nicht nur auf einer – oder bestenfalls zwei. Nur mit dem Gefühl oder nur mit den Gedanken zu arbeiten reicht nicht (auch wenn es ein wichtiger Anfang ist!).

Ich hatte sogar alle Fähigkeiten dafür zusammengetragen. Doch einen Aspekt habe ich auf diesem Blog bisher weitgehend verschwiegen: meine spirituellen Erfahrungen und meine heilerischen Fähigkeiten.

Energetische Schamheilung

Die Energiearbeit ist für mich eindeutig die jüngste Kompetenz in meinem Portfolio. So gesehen bleiben meine Ausbildung als Gestalttherapeutin und mein Studium der Sozialarbeit das Fundament meiner Arbeit. Doch ich bin schon seit geraumer Zeit mehr als das. Viel mehr.

Ich bin Gestalttherapeutin, ich praktiziere energetische Körperarbeit, ich beschäftige mich intensiv mit Trauma und ich habe schamanische Fähigkeiten. Und mir wird klar, dass ich davor zurückgeschreckt bin, alle Aspekte zum umarmen und auch die Energiearbeit hinzuzufügen.

Aus der Sorge, an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Aus Sorge, in die Hokuspokus-Ecke gestellt zu werden.

Doch nun richtet sich mein innerer Lotus auf und sagt: du bist nur vollständig mit all deinen Aspekten. Darin liegt meine volle Kraft. Ohne Energiearbeit bleibt meine Gleichung unvollständig, und meine Berufung kann sich nicht entfalten.

Es ist an der Zeit.

Farbe bekennen

Daher ist es an der Zeit, Farbe zu bekennen. Denn ich bin überzeugt, dass mich die richtigen Menschen finden.

Wie interessant, dass ich vor ein paar Tagen noch ein altes Trauma habe lösen können. Es ging um Abgrenzung und den Mut, nein zu sagen. Als Kind war ich dazu nicht imstande. Die Erwachsenen waren stärker, und meine Integrität ging verloren. Meine Grenzen wurden verletzt.

Doch in der Session (EMDR ist genial!) gelangte ich in meine erwachsene Kraft. Aus einem verzweifelten Gestrampel und Geschrei wurde ein stolzes, aufrechtes, verkörpertes “Nein”.

Und so hebe ich diese Website offiziell auf die nächste Stufe. Ich arbeite gerade an einem Online-Kurs. Dabei begegnen mir noch ein paar Altlasten, aber meine Ängste werden kleiner – jedesmal, wenn ich mich probeweise vor die Kamera setze.

Schamheilung auf allen Ebenen

Denn das ist meine wahre Mission: Schamheilung auf allen Ebenen zu ermöglichen. Und wie es so meine Art ist, muss ich das selbst erst alles durchexerzieren.

Nein, das ist kein schneller Ruckizucki-Prozess. Er erfordert Hingabe, Entschlossenheit und Geduld. Aber wenn ich eins in der Gestalt gelernt habe, so ist es das: es ist wichtig, den Prozess zu würdigen.

Deshalb heile ich hier stellvertretend für euch.

Es geht um das, was möglich ist. Darum zu verstehen, wie Heilung gehen kann. Um es dann, Schritt für Schritt, zu tun. Im eigenen Tempo.

Die Wahrheit ist (und das muss ich auch selbst noch voll begreifen!): meine Arbeit ist vielschichtig. Mein Verständnis ist vielschichtig. Und so kann es gar nicht anders sein, als dass auch meine Heilmethode vielschichtig ist.

Nimm dir, was passt

Das heißt nicht, dass du alles davon probieren musst oder solltest. Aber du könntest.

Auch mich hat es Jahre gekostet, mich durch all die Schichten zu arbeiten. Viele Jahre habe ich einen Riesenbogen um Körperarbeit gemacht. Ich ahnte, dass es mir helfen würde, doch die Angst war zu groß. Irgendwann machte es Klick, und plötzlich passte es.

Das gleiche erlebte ich mit der Esoterik. Wollte ich nichts mit zu tun haben. Bis meine Kundalini losging und sich mein Herzchakra öffnete. Das war ein Point of no return. 

Der Lotus ist ein zutiefst spirituelles Symbol. Und ich beginne, ihn wirklich zu verkörpern. Mit all seinen Aspekten.

Nun fügt sich alles zu einem stimmigen Bild zusammen. Und das gedenke ich, mit euch zu teilen.

Nicht mehr und nicht weniger.

Stay tuned!