Meine energetische Signatur

Ich bin ja angetreten, so authentisch und offen wie möglich meine Reise durch die Scham mit euch zu teilen. Gerade passieren hoch spannende und auch für mich überraschende Dinge. Meine Scham verändert sich gerade in einer Weise, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Und die Lösung ist relativ einfach. Ich hatte ja schon in meinem letzten Beitrag darüber berichtet, was der Lotus für mich bedeutet und warum ich ihn als Symbol meiner Arbeit gewählt habe. Auch meinen zunehmenden Mut, die Energiearbeit in den Mittelpunkt zu rücken, hatte ich erwähnt. Heute nun öffnen sich mir neue Tore. An der Schwelle Schon seit geraumer Zeit stehe ich an der Schwelle, aus meinem Hobby endlich einen Beruf zu machen und mit dem Thema Schamheilung wirklich sichtbar zu werden. Da kam doch diese Business Challenge gerade recht. Hättest du mir noch vor einem Jahr gesagt, dass ich je an einer Challenge teilnehmen [...]

Der Lotuseffekt

In den letzten Tagen hat sich etwas in mir verändert. Ein Video über Feng Shui hatte den Anstoß gegeben und den Lotus für mich in den Mittelpunkt gerückt. Denn es ist natürlich kein Zufall, dass ich die Lotusblüte als Logo gewählt habe. Doch was hat es mit dem Lotus auf sich? Und was hat er mit Schamheilung zu tun? Zum ersten Mal begegnete mir die Pflanze, als in einer Fernsehsendung über den Lotuseffekt berichtet wurde. Wissenschaftler hatten versucht, eine Eigenschaft des Lotus nachzubilden, der bewirkt, dass jegliche Flüssigkeit und jeder Schmutz von ihm abperlen. Ihre Entdeckungen waren überraschend. Denn sie fanden das Gegenteil von dem bestätigt, was sie vermuten hatten: dass die Oberfläche der Pflanze besonders glatt sein müsse. Genau das Gegenteil ist der Fall! Die Forscher konnten unter dem Mikroskop feststellen, dass die Oberfläche des Lotus so uneben und "stachelig" ist, dass Wassertropfen zu groß für diese winzigen Zwischenräume [...]

Regression

Ich kann es nicht länger leugnen – es hat mich ganz schön erwischt. Meine Widerstandskraft hat sich abgenutzt, und ich spüre immer stärker die Lasten der aktuellen Situation. Eins ist mir besonders aufgefallen: ich falle in alte Verhaltensweisen zurück, die ich längst überwunden glaubte. Im Klartext: ich ringe wieder mit depressiven Tendenzen und pendle beständig zwischen Resignation und Wut. Meine Mitte – dort, wo ich handlungsfähig bin und klar denke – finde ich kaum noch dieser Tage. Dabei zeige nicht nur ich Zeichen einer Regression. (Regresssion bezeichnet die vorübergehende Rückentwicklung in alte, aber als sicher erlebte und erprobte Strukturen.) Auch in meinem Umfeld sehe ich es überall. Konformität, Gruppendruck, Angst Was mir am meisten zusetzt und meine alten Traumen gefährlich triggert, ist die wiedergekehrte Mischung aus Konformität, Gruppendruck und Angst. Und um diesen Gruppendruck zu erzeugen, bedienen sich viele ebenselber altbekannter Muster: der Beschämung und der Lächerlichkeit. Auch die Verschiebung [...]

Wut

Ich ziehe selten vom Leder. Aber gerade ist mir danach. Ich habe eine weitere Absage von einem Therapeuten bekommen, und das fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Wie ich an anderer Stelle schon angedeutet habe, zieht sich die Scham durch ganze Familien. Wenn auch du von toxischer Scham betroffen bist, verwette ich meinen Allerwertesten darauf, dass du mitten in einem Schamnest sitzt. Als Familie versuchen wir seit Jahren, angemessene therapeutische Hilfe zu finden. Über die Jahre habe ich zahlreiche Therapeuten kontaktiert, und die Ausbeute war ernüchternd. Manche hatten den Terminkalender voll. Andere trauten sich nicht zu, uns "alleine" zu betreuen. Eine Therapeutin ward trotz offen stehender Rechnung nach dem ersten Termin nicht mehr gesehen. Wieder andere sind nun offenbar der Meinung, dass mein Sohn zu jung sei, um online zu arbeiten (was bleibt momentan denn noch außer online?). Absage Als heute die neueste Absage ins Haus flatterte, habe [...]

Ausgebeult

Oder: Auch energetische Grenzen wollen gewahrt sein Heilung passiert in Schritten – und immer im rechten Moment. Ich befinde mich gerade am Hillary Step meiner persönlichen Mount Everest-Besteigung. Bis zum Gipfel ist es nicht mehr weit. Ich kann ihn schon fast greifen. Doch zuvor warten noch ein paar knifflige Hindernisse. Ein großes, verbleibendes Hindernis ist die Sache mit der Sichtbarkeit. Ich habe schon seit längerem einen Plan für einen Online-Kurs in der Schublade. Aber dafür müsste/sollte/dürfte ich ja vor die Kamera treten. Eine echte Herausforderung, wie ich feststelle. Der innere Kritiker meldet sich zu Wort und wedelt panisch mit den Händen, als wolle er sagen: "Bist du jetzt völlig übergeschnappt?" Doch der innere Drang, die Sehnsucht nach der Aussicht dort oben ist stärker. Ich möchte meine Erfahrungen teilen. Ich möchte sie in die Welt hinaustragen. Über diesen Blog hinaus. Also muss ich raus aus meiner Komfort-Zone. Oder um im Bild [...]

Über das Verstummen

In den letzten Monaten erzählte mir eine Freundin mehrfach, dass sie in manchen Situationen mit ihrem Partner regelrecht verstummt. Mir passiert das auch bisweilen, und ich habe mich gefragt, was es damit auf sich hat. Aus meiner Sicht kommt in solchen Situationen unsere gesunde Scham zum Zuge. Scham ist ein regulierendes Gefühl. Es zeigt sich unter anderem, wenn wir spüren, dass unsere Bedürfnisse nicht erfüllt werden (können). Scham fungiert als Torwächter. Fühlen wir uns sicher und geliebt, öffnen wir unsere Tore weit und können es riskieren, verletzlich zu sein. Ist das Gegenteil der Teil, warnt uns die Scham vor Verletzung. Dieses Verstummen geht in der Regel mit einem Abbruch des Augenkontakts einher. Ich habe mich selbst beobachtet, wie ich dann den Kopf wegdrehe. Ich spüre in diesen Momenten meinen Schmerz oder meine Enttäuschung sehr deutlich, und diese ist dann so groß, dass ich nicht länger will, dass mein Gegenüber [...]

Vom Schmerz, nicht gesehen zu werden

Ich weiß nicht, wie es euch gerade so geht – aber für mich war die letzte Zeit wieder einmal intensiv. Das ist wohl immer der Fall, wenn jemand in unsere Kernwunde sticht. Für mich ist diese Kernwunde, nicht gesehen – und entsprechend auch nicht verstanden – zu werden. Mir ist schon länger klar, dass ein Aspekt unserer Scham-Epidemie Unterstellungen sind. Oder anders gesagt: Annahmen. Es nicht genug zu versuchen. Eine böse Absicht zu haben. Etwas absichtlich getan zu haben. Das schmerzt. Aber so richtig. Denn die wenigsten Menschen handeln aus böser Absicht. Ich bin überzeugt, dass wir alle in der Regel unser Bestes versuchen. So verkappt das auch manchmal daher kommen mag. Eines wird mir jedoch immer deutlicher: vertrauensvoller Austausch ist nur in einem Gefühl von Sicherheit möglich. Dort, wo ich damit rechne, kritisiert oder verurteilt zu werden, tue ich einen Teufel, Fehler oder Schwächen zuzugeben. Alles andere wäre Kamikaze. [...]

Mülleimer der Scham

Unser Konsum-Müll verschwindet nicht einfach, sondern landet bei denen, die sich am wenigsten dagegen wehren können. Mit Scham funktioniert es genauso. Eines müssen wir uns klar machen, egal ob es um die Verdreckung unserer Erde oder um unsere Scham-Altlasten geht: wir können nicht länger so tun, als seien sie nicht da. Wir können nicht länger die Verantwortung anderen zuschieben. Jede Gruppe, ob klein oder groß, hat ihre Mülleimer für Scham. Das sind die schwarzen Schafe. Warum ich mich so vehement, ja fast mit Wut, für die schwarzen Schafe einsetze? Weil es unfair ist, dass sie unseren Scheiß tragen müssen. Weil ich selbst weiß, wie es sich anfühlt, ein schwarzes Schaf zu sein. Und ich erlebe diese Dynamik in meinem Umfeld  hautnah. Jeden Tag. Ich versuche aufzuklären. Ich versuche zu schützen. Ich versuche, die Dinge wieder an die richtige Stelle zu rücken. Dort, wo sie hingehören. Doch der Widerstand oder die [...]

Angst vor Fehlern

Angst vor Fehlern ist eine typische und weit verbreitete Schamreaktion – wenn auch oft unbewusst. Die Ursache liegt in unserer kulturellen Leistungsorientierung. Damit verbunden ist nämlich eine regelrechte "Null-Fehler-Toleranz". Fehlerfreiheit ist ein hoher Wert – vor allem in Deutschland. Das hat aber einen Schatten. Denn es bedeutet: Fehler dürfen nicht sein. Doch sehen wir uns diese Überzeugung einmal näher an. Warum ist sie so schädlich, und warum hält sie uns von wichtigen Erfahrungen ab? Zu welchem Vermeidungsverhalten führt uns die Scham für Fehler, und was gewinnen wir, wenn wir uns Fehler wieder zugestehen? Versagensangst Versagensangst ist genau genommen nichts anderes als die Angst vor Fehlern. Können wir etwas nicht – und wagen wir das auch noch zuzugeben! – droht Beschämung. Wie viele von uns kennen die Angst, nicht zu "genügen"? Es ist alles andere als ein Zufall, dass Genügen gleich doppelt in der deutschen Notengebung auftaucht. Die Note "Genügend" enthält [...]

Selbstermächtigung – Selbstfürsorge – Selbstheilung

Gestern hatte ich meine Gedanken zu Schamtoleranz geteilt und berichtet, wie mich der Angriff einer Bekannten kalt erwischt hat. Deshalb konnte ich mir die letzten 24 Stunden dabei zusehen, wie ich mich selbst an den Haaren wieder aus dem Sumpf gezogen habe. Nun, um ehrlich zu sein: das Erste, was ich mir Gutes getan habe, war, die Geschichte mit meinem Mann zu teilen. Er hat mir die Bestätigung gegeben, die mein eigener Selbstzweifel gerade nicht hergab. Das hat dem Zwischenfall seinen größten Stachel genommen. Doch so ganz sauber war die Wunde noch nicht, das merkte ich heute. Es piekste und stach. Es tat immer noch weh. Ich reagiere auch noch immer tendenziell mit Depressionen (d.h. unterdrückter Wut) auf Abwertung, und es erfordert dann klare Entscheidungen meinerseits, um dagegen vorzugehen. Schamtoleranz ohne Selbstfürsorge ist zum Ausbluten vorprogrammiert. Wenn wir nicht gut für uns sorgen und trotzdem die Altlasten der anderen auf [...]