Oder: Auch energetische Grenzen wollen gewahrt sein

Heilung passiert in Schritten – und immer im rechten Moment. Ich befinde mich gerade am Hillary Step meiner persönlichen Mount Everest-Besteigung. Bis zum Gipfel ist es nicht mehr weit. Ich kann ihn schon fast greifen. Doch zuvor warten noch ein paar knifflige Hindernisse.

Ein großes, verbleibendes Hindernis ist die Sache mit der Sichtbarkeit. Ich habe schon seit längerem einen Plan für einen Online-Kurs in der Schublade. Aber dafür müsste/sollte/dürfte ich ja vor die Kamera treten.

Eine echte Herausforderung, wie ich feststelle. Der innere Kritiker meldet sich zu Wort und wedelt panisch mit den Händen, als wolle er sagen: „Bist du jetzt völlig übergeschnappt?“

Doch der innere Drang, die Sehnsucht nach der Aussicht dort oben ist stärker. Ich möchte meine Erfahrungen teilen. Ich möchte sie in die Welt hinaustragen. Über diesen Blog hinaus. Also muss ich raus aus meiner Komfort-Zone. Oder um im Bild zu bleiben: ich muss mich in die Todeszone vorwagen!

Ans Tageslicht

Das Gute ist, dass meine Kamera-Experimente meine noch ungelösten Themen ans Tageslicht bringen. Die Erfahrung, wie es mir angesichts des schwarzen Kamera-Auges regelrecht die Sprache verschlägt. Ich bringe kein Wort heraus. Oder wenn doch, dann wirres Gestammel.

Unbefriedigend. Das kann ich besser!

Die letzten beiden Morgen habe ich wie so häufig Reiki praktiziert. Und ja, Reiki kann emotionale Blockaden lösen.

Doch da ich eine besondere Art des Reiki, genauer gesagt Trance Healing praktiziere (d.h. meine Hände bewegen sich wie ferngesteuert), passierte etwas Verblüffendes. Meine Hände machten eine Rückwärtsbewegung in Richtung meines Körpers, und es fühlte sich plötzlich so an, als sei mein energetischer „Vorderbereich“ nach hinten gestülpt.

Kennt Ihr diese alten Metallfrösche, mit denen man solche Klickgeräusche erzeugen kann? Sie haben eine vorgespannte, gewölbte Platte, und die kann man in die eine oder andere Richtung drücken. Am Kipppunkt „springt“ die Platte in die neue Position.

Metallfrösche

Genau so fühlte es sich an. Etwas war nicht dort, wo es sein sollte! Und meine Hände zeigten mir das.

Ich war energetisch vollkommen umgestülpt. Und ich war ehrlich verbüfft. Das, was eigentlich nach außen gehörte, blieb verborgen. Ungesehen.

Wenn das keine Blockade war!

Doch noch etwas anderes entdeckte ich bei meiner Heilarbeit. Die Ursache meiner Verbeulung saß noch mitten in meinem energetischen System. Viel, viel, vieeeeeeeeel zu nah. Es war die Erinnerung an eine Beschämung während der Pubertät. Mir war klar: das muss weg! Weg da!

Ich katapultierte diese Szene, genauer gesagt die entsprechende Person gedanklich weit von mir, verbunden mit einer entsprechenden Armbewegung. Und ich verbot ihr, mein Energiefeld noch einmal ohne meine Erlaubnis zu betreten.

Interessant fand ich, wie weit weg ich sie beförderte. In einem Seminar machte ich einmal die Erfahrung, wie weit ich mein Kraftfeld ausdehnen kann. Ich dehnte und dehnte, und die andere Person sollte diese Grenze erspüren. Sie kam nicht besonders weit und blieb mehr oder weniger am anderen Ende des doch recht großen Raumes stehen. Bestimmt 15 Meter entfernt.

Diesmal war mein Kraftfeld sogar noch viel größer. Er reichte so weit, dass die Person, die ich in ihre Grenzen zu verweisen gedachte, schon richtig klein aussah. Vielleicht 30 bis 40 Meter?

Und ich wusste: dies ist der Abstand, den ich brauche, um mich vor ihr sicher zu fühlen. Von wegen „auf Armeslänge“!

Ausbeulen

Nachdem ich sie gedanklich aus meinem Energiefeld verbannt und einen doppelten Schutzring um mich gezogen hatte, machte ich mich daran, meine eingebeulte Energie wieder auszubeulen. Das dauerte eine Weile, doch schließlich löste sich etwas. Ich schnappte regelrecht in die ursprüngliche Position zurück. Erfolgreich ausgedellt.

Wenn ich eines begriffen habe, so ist es das: Ja, Schamheilung erfordert Grenzen. Aber Grenzen existieren auf mehreren Ebenen.

Wollen wir wirklich heil werden, müssen wir uns um all diese Ebenen kümmern: physisch, emotional, mental und energetisch.

Ich glaube, ich werde mir einen Metallfrosch kaufen. Nur so als Erinnerung. Falls ich wieder mal einschnappe.

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